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"A Hole in the Shell" placed 5th in German Rock/Metal DJ Charts! (Week 43)



RockHard 8/10

MetalHammer 5/7

Legacy 14/15

Classic Rock 7/10


 

online-reviews:

metal.de 8/10

Es gibt sie noch: Bands, die ohne auch nur im Ansatz auf Trends zu schielen und frei von der Leber weg große Emotionen in beeindruckende Songs packen können, die Rockmusik mit Hingabe und Leidenschaft zelebrieren, und nicht, weil sich damit heute leichter Geld machen lässt, als früher. BURDEN haben mich vor kurzem noch mit ihrer EP vom Sessel geblasen, und meinem Wunsch nach einer Full-Length-Scheibe sind die Jungs jetzt mit dem ersten Release nach Unterzeichnung des Plattenvertrags nachgekommen. In den Kohlekeller Studios hat sich die Band für sechs Wochen einquartiert, um ein Statement von einem Debüt abzuliefern, das zu begeistern weiß und Einiges für die Zukunft verspricht.

"A Hole In The Shell" liegt musikalisch in der Schnittmenge zwischen DOWN, C.O.C. und ein bisschen KYUSS-Stoner-Rock. Das Niveau ist dabei so atemberaubend hoch, wie man von einer deutschen Band bei diesem doch eher amerikanisch geprägten Stil kaum zu erwarten vermag. Mit "Man Of No Account" und "The Fool" befinden sich auch zwei Songs der erwähnten EP auf dem Album, die bereits den Weg der Band aufzeigen. Die Songs sind heavy, groovig, klingen nach Sumpf und Staub, spontan, authentisch und emotional. Der Gitarrensound weckt Erinnerungen an die im tiefsten Süden der USA beheimateten Urväter dieses Klangbildes, die Riffs klingen herrlich naturbelassen und die Leads zaubern nebelwabernde Silhouetten ins triste Beton-Ungemach. Dazu der Gesang von Thorsten, der die gesamte Palette menschlicher Emfpindungen abdeckt und sich mit Inbrunst seiner Leidenschaft hingibt.

Die Facetten von BURDEN reichen aber natürlich noch sehr viel weiter: "Black Room" ist ein doomiges, tonnenschweres Ungeheuer, während ein schnellerer Song wie "The Slag. The Drug. The Misery." tief im Meer des metallischen Giftwassers badet. Die Melodien sind anspruchsvoll und fräsen sich nicht sofort, eher nach und nach ins Gehirn, dafür letztenendes mit Langzeitwirkung. "Conflict" ist eine melancholische, zutiefst berührende Nummer, und selbst der ganz am Ende als "Hidden-Track" versteckte und unbetitelte Akustik-Wahnwitz, der "A Hole In The Shell" zu einem nachhallenden Ende führt, ist zweifelsfrei als unabdingbarer Teil des Albums zu werten.

Freunde von ehrlicher Rockmusik, die frei von jeglichem kommerziellen Ansatz die trendgeleiteten Bands der Neuzeit in Frage stellt, müssen BURDEN antesten und in ihr Herz schließen. Die hier über den veblüfften Hörer ausgegossene Menge an Potenzial macht eine Prognose nicht schwer: BURDEN werden dabei helfen, unserer Musik ihre Authentizität zurückzuverleihen. Und wir sollten sie dabei unterstützen. Ich ziehe meinen Hut.

(he)

www.metal.de

 


 

the-pit.de 8/10

Burden lassen sich schwerlich in eine Schublade stecken. Nicht, weil sie etwas noch nie Dagewesenes praktizieren, sondern eher aus dem einfachen Grund, da sie diverse Stile zu etwas mischen, was man als Stoner Doom Rock bezeichnen könnte – neben Stoner Metal à la Kyuss und dreckigem Grunge im Stile von Alice In Chains steht auch eine gehörige Portion Rock im Vordergrund. Trotzdem ist das Ganze irgendwie Metal. Das klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach.

Und gut klingen tut es auch noch. Konnte das Quintett mit seiner „The Fool“-EP bei uns gerade so über die Halbzeit kommen, so mutet das erste Full Length „A Hole In The Shell“ ungleich treibender an. Kanadier Thorsten hat das Mikro voll im Griff, röhrt sich im Stile von Audioslaves Chris Cornell durch die Songs und auch der Rest der Band groovt sehr passabel vor sich hin. Vielleicht hat dazu auch das Arbeitsumfeld beigetragen, immerhin wurde die Scheibe im berühmt-berüchtigten Kohlekeller zusammengezimmert. Die Produktion ist jedenfalls erstklassig und vielleicht ist es genau das, was die Debütscheibe soviel besser macht als die EP.

„Bless The Broken“ macht direkt den Anfang und wüsste man nicht, dass das Burden sind, man würde es nicht glauben. Fast schon deprimierend kommt der Song in seinem Stoner-Grunge-Gewand daher und bietet einen absolut geilen Refrain, der sicherlich für einiges an Nackenbewegung sorgen wird. Thorsten klingt nicht nur leicht heiser - und zugegebenermaßen etwas angestrengt – sondern auch angemessen verzweifelt für einen solchen Song. Trotz der hochkarätigen Produktionsstätte ist der Sound glücklicherweise nicht so glatt, dass Songs wie „Black Room“ nicht mehr ihre volle Wirkung entfalten könnten. Alice In Chains lassen auch hier wieder grüßen, vor allem die dreckigen Gitarren erinnern stark an die älteren Stücke der Amis, einen fast psychedelischen Touch kann „About The Veil And The Wound“, bei dem besonders die Gitarren ein bisschen neben der Spur wirken, aber die gewünschte Wirkung erzielen. Ein wenig Classic Rock-Feeling kommt auf, als Gitarrist Saint D. bei „The Slug. The Drag. The Misery.“, einem ordentlichen Stampfer, ein Solo raushaut – hätte es sowas auf der EP schon gegeben, müssten wir uns jetzt nicht über die plötzliche Qualitätssteigerung wundern.

„Stampede“ kann bisher am ehesten als Ohrwurm durchgehen, doch fehlt hier irgendwie etwas der Arschtritt, während „Process (Into Nothing)“ mit getragenen Gitarren und recht gequältem Gesang startet, was den Song zum bisher zähesten der Platte macht. Das ist aber keineswegs negativ gemeint, verstehen es Burden doch, eine gewisse Hoffnungslosigkeit zu transportieren, was vermutlich vor allem an Thorstens Stimme liegt, die im Gegensatz zum EP-Vorgänger um Klassen besser klingt. Daraus entwickelt sich ein richtiger Epos, der den Song zum Herzstück der Scheibe macht. Der Rausschmeißer „Conflict“ lässt zu Anfang fast an Staind zu Zeiten ihrer ersten Independent-Auskopplung „Tormented“ denken, so hoffnungslos kommt Thorstens Gesang daher, der Refrain toppt alles bisher auf dieser Platte gehörte – großartig! Als Hidden Track gibt es noch einen Akustik-Song obendrauf, bei dem der Kanadier endlich beweisen kann, was er „unplugged“ drauf hat – und das zündet ordentlich, auch wenn das Stück verflucht traurig ist.

Fazit: Burden machen sich mit „A Hole In The Shell“ definitiv einige Freunde. Die meist explosive Mischung aus Stoner, Hard Rock und Metal klingt nicht nur gut, sondern animiert auch zum konstanten Kopfnicken – außerdem haben sich die Fünf seit ihrer EP letztes Jahr um mindestens 150 Prozent verbessert. Hier kann man sowohl als Rocker als auch als Metalhead getrost zugreifen, denn Burden haben für (fast) jeden etwas in petto.

www.the-pit.de

 


 

mega-metal.de (8,5/10)

Hat es also doch einen Monat länger gedauert als geplant, dem "Man of no account"-Appetizer einen vollwertigen Aufguss folgen zu lassen. Qualität braucht nun mal Zeit. Aber hätte ich geahnt, was der erste Burden-Longplayer so in sich birgt, ich hätte nicht so lange warten wollen. Absolut Klasse, was das deutsche Quintett hier vom Stapel lässt. Hier verschmelzen Südstaaten-Rotzigkeit mit Stoner-Flair und Metal-Charakter zu einer eigenen Identität, bei der ich niemals auf einen deutschen Ursprung getippt hätte. Das Rückgrat von "A hole in the shell" bilden vornehmlich schweißgetränkte Groover wie der Opener "Bless the broken", "Stampede" oder die bekannten Songs der EP (die aber neu eingespielt wurden, so dass die 12 Inch nun wirklich ein exquisites Sammlerobjekt ist). Mit "Done with denial" und seinem traumhaft psychedelischen "Why king, why king, why?"-Gesangslinien (Sänger Thorsten ganz nah an Down-Sphären), verzeichnet die Band sogar schon ihren ersten Hit, den man so schnell nicht aus dem Kopf bekommt. Das Ass im Ärmel sitzt aber im wahrsten Sinne des Wortes tiefer. Mit der Doom-Walze "Process (into nothing)" (schwermütiges Riff!) und dem erst vernebelten und sich dann auftürmenden "Conflict"-Rauswurf spielen Burden ihre Stärken in Sachen Tiefgang verdammt gut aus. Eine Akustiknummer als "Hidden Song" gibt es als Kirsche auf der Sahne dazu.

Ihr könnt euch zu diesem Review gerne noch mal zusätzlich meine Worte zur EP einverleiben, oder einfach "A hole in the shell" kaufen und feststellen: Burden ist de facto die beste Südstaaten-Band außerhalb der USA. (sw)

 


 

stormbringer.at (4/5)

Herrlich, dieser authentische Drecksrock der ohne auch nur einen einzigen Schnörkel, Haken oder eine Öse auszukommen vermag, der funktioniert auch auf Full Length ausgeweitet. BURDEN, das Quintett aus Rheinland Pfalz, schafft es über eine knappe Stunde lang ihre Musik atmen zu lassen, ihren Mix aus Rock, Metal, Stoner und Doom ungezwungen und natürlich auch ungekünstelt aus den Boxen zu jagen. Das ist nicht nur außergewöhnlich arrangiert, sondern in der heutigen Zeit wo diverseste Modekurztrends kommen und genauso schnell wieder untergehen eines der größten Geschenke für Musikliebhaber. Energetisch dargebotene Leidenschaft, die ob ihrer Authentizität von Beginn an zu begeistern vermag.

BURDEN haben auch nicht den Fehler begangen ihre beiden 7“ Tracks (sowohl „Man Of No Account“, als auch „The Slug. The Drag. The Misery“ fanden ihren Weg auf „A Hole in the Shell“) stupide weiterzuspinnen. Das neue Material ist offener geworden, immer noch ein dreckiger Bastard, keine Frage, aber BURDEN sind musikalisch um Lichtjahre gereift. Bestes Zeugnis hierfür ist wohl der hypnotische Melorocker „Done With Denial“, der aber trotzdem den Spagat zum dreckigen Stoner Rock zu spannen vermag. Dem gegenüber propagieren die Jungs mit dem zähen „Process (Into Nothing)“ bestens gelaunten Doom in Reinkultur und schlurfen über fast sieben Minuten von einer Langsamkeit zur nächsten!

Südstaatlicher als BURDEN agiert in ganz Europa derzeit wohl kaum eine andere Band. Die Jungs müssten auf Tour mit DOWN gehen, oder C.O.C. (wenn’s die überhaupt noch gibt) von mir aus, auch die CROWBAR Sause im Sommer 2010 hätten die kongenial ergänzt. Bis es soweit ist, kann man sich ja an „A Hole in the Shell“ ergötzen!

 


 

metalnews.de 5/7

Wenn Bands sich vor lauter Arbeitsfreude die Finger wund schreiben und aufnehmen, dann ist das - besonders bei jener Sorte, die man zufälligerweise auch gut findet - ein recht erfreulicher Zustand. Im Falle der saftig rockenden BURDEN hingegen bekommt man als Außenstehender kaum noch eine Atempause, so schnell sind wieder am Start. Dieses Mal haben sie das Julfest um zwei Monate vorverschoben. Und wie erfreulich üppig die Bescherung heute ausfällt!

Sonderlich überraschend wird sie für Kenner ebenso ausfallen, schließlich entspricht nicht nur der quantitative Umfang einem vollwertigen Abendfüller, es wird auch ein wenig in der Experimentenkiste herumgekramt: So erinnert "About The Veil And The Wound" mit etwas Fantasie an frühe Exzesse SOUNDGARDENs, es wird an einer ganz bestimmten Stelle des Albums sogar die Akustikklampfe gestreichelt und gefühlvoll dazu gesungen - wer dabei an eine Mischung aus BLACK SABBATHs "Scarlet Pimpernel" und STAINDs "Excess Baggage" denkt, liegt nicht allzu weit von der Realität entfernt. Das gewohnte, fest zupackende Programm bekommt man indes in ungleich größeren Mengen geboten: So sind hier neben den von den EPs bekannten Stücken Neulinge wie das schmerzerfüllte "Done With Denial" oder das nachdenklich vor sich hin stampfende und keuchende "Process [Into Nothing]" enthalten: Bodenständige Eingängigkeit, welche mit einer ordentlichen Fülle von Hooks daherkommt und sogar auf Dauer nicht langweilig wird. Obwohl sie sich einerseits dem von der Gruppe gewohnten Klang nahtlos anpassen, gibt es immer wieder einige Auflockerungen als auch Hinhörer in Form von ungewohnten Arrangments beziehungsweise Ideen zu bestaunen; so nimmt man im Hause BURDEN das Thema der Weiterentwicklung wahr. Wo manche Combos mit ähnlichem Hintergrund rasch Kreisbewegungen veranstalten, sehen diese Mannen den Weg hinaus in interessante musikalische Gefilde.

Es ist demzufolge kein Fehler, in diese Band zu investieren. "A Hole In The Shell" hält einen lange bei der Stange. Also hopphopp, zulegen!

 


 

metal1.info 7,5/10

Es ist garnicht all zu lange her, dass die deutschen BURDEN mit ihrer Demo-MCD "The Fool" immerhin so viel Aufsehen erregen konnten, dass sie sich damit einen Vertrag mit Ván Records sichern konnten. Als erstes Resultat dieser Partnerschaft entstand nur wenig später die 7" Vinyl-Single "Man Of No Account", welche jedoch wohl eher als Sammlerstück gedacht war, enthielt sie doch nur einen Song, der nicht bereits auf der MCD zu finden gewesen wäre. Da diese mich jedoch wirklich zu überzeugen wusste, war ich durchaus gespannt, was wohl das erste Album der Truppe so mit sich bringen würde.

Eine Spannung, die jetzt aufgelöst wird, erscheint doch dieser Tage mit "A Hole In The Shell" das Debütalbum der Band – jedoch bereits der Blick auf die Tracklist birgt eine erste kleine Enttäuschung: So haben es zwar zehn Stücke auf das Album geschafft, jedoch kennt man davon bereits drei von EP beziehungsweise Demo-MCD. Aber gut, unabhängig davon, dass es für den treuen Fan weniger prickelnd ist, wenn er bereits ein Drittel des Albums auf anderen Releases im Schrank stehen hat, ist es natürlich durchaus verständlich, dass Label und Band diese durchaus gelungenen Kompositionen auf diesem Wege nochmals der breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen wollen. Das allein wäre sicherlich auch nicht das große Problem, könnten die anderen Kompositionen diese zu machenden Abstriche wett machen. "Wären". "Könnten". Zwei Konjunktivformen, die ein "aber" quasi erzwingen.

Und richtig, ein "aber" muss hier leider wirklich folgen, denn so oft ich mir das Album auch anhöre: Sicher gefördert durch die Tatsache, dass die bekannten drei Songs klar die Hits des Albums sind, ich diese jedoch bereits früher ob ihrer Qualität nahezu "totgehört" habe, und die restlichen Stücke verglichen mit diesen größtenteils nichts sonderlich Neues bieten, hält sich das Aha-Erlebnis alles in allem leider in Grenzen. Zwar ist auch das restliche Material weit davon entfernt, schlecht zu sein, und bietet dem geneigten Fan dieser Mischung aus Southern Rock, Sludge und Metal wirklich hohe Qualität – jedoch so richtig mitzureißen vermag mich das, was bei dem Projekt "Debütalbum" am Ende herausgekommen ist, irgendwie noch nicht: Denn was im MCD-Format mit 15 Minuten Spielzeit noch astrein funktioniert hat, funktioniert auf eine Spielzeit von fast 50 Minuten offenbar nicht automatisch ebensogut. Bis auf den wahrlich gelungenen letzten Track, "Conflict", und dessen Anhängsel, einem unbetitelten "Hidden Track", der mit dem typischen BURDEN-Stil bricht beziehungsweise ihn um einen psychedelischen Touch erweitert, ähneln sich die Songs für meinen Geschmack noch zu sehr, wagen BURDEN schlicht zu wenig neue Ideen in ihre Songs einzubauen und wiederholen sich einen Tick zu oft.

Wer bereits die MCD von BURDEN zu schätzen wusste, oder besser noch: Wer diese MCD nicht kennt, jedoch an Sludge-Rock mit „Südstaaten-Flair“ Freude findet, sollte sich "A Hole In The Shell" unbedingt anhören – bei Kenntnis der MCD dabei jedoch im Vergleich zu eben jener ersten Veröffentlichung keine all zu große Weiterentwicklung erwarten... dafür war aber wohl auch die Zeit zwischen den beiden Releases zu knapp bemessen. Alles in allem liefern BURDEN hier jedoch ein gutes Album ab, das aber, davon bin ich überzeugt, noch cooler geworden wäre, hätte man sich etwas mehr Zeit genommen und drei weitere Hits komponiert, statt das alte Material unterzupflügen und einen Tick mehr Wert auf die Individualität der einzelnen Songs gelegt. So wirklich neues bringt nämlich lediglich der letzte Song des Albums, "Conflict", mit sich – dafür jedoch zeigt dieser Track (wie auch die altbekannten Hits wie "The Fool") zugleich, zu was BURDEN in der Lage wären.

 


 

metalglory.de (7,5/10)

BURDEN habe ich den Lesern bereits zum Review der ’The Fool’ EP nahegebracht. Die in Eigenregie veröffentlichte EP konnte mich mit seinem tonnenschweren Stoner / Doom Rock vollauf begeistern. Und auch die Herren von Van Records scheint die EP zugesagt zu haben, denn man nahm die Rheinland Pfälzer kurzerhand unter seine Fittiche. Das erste Ergebnis der Kollaboration ist das hier vorliegende Debüt „A Hole In The Shell“

Meine Kritik zu „The Fool“ hat im Großen und Ganzen auch hier noch Bestand. Sie sind immer noch präsent die Down lastigen Riffwänden, die Pantera artige Rhythmusarbeit (die auch hier für ein knackig düstere Grundstimmung sorgt) und der Sänger der sich ordentlich aus der Southern Pulle ernährt hat. Meine Sorge das BURDEN zwar amtliche Kost auf EP Länge liefern, aber bei der Longplay Distanz schwächeln könnten war unbegründet. Bleibt die Frage zu klären inwieweit BURDEN ihre Entwicklung vorantreiben und ihrem Stein der Weisen, sprich der eigenen Handschrift nahegekommen sind. BURDEN sind auf einem sehr guten Weg in die prognostizierte rosige Zukunft denn sie haben nicht einfach ihren EP Stil beibehalten, sondern zeigen sich deutlich Reifer und offener mit dem ausloten ihrer Grenzen. Das Bleischwere Gewitter was einem hier entgegen bläst offenbart sicher immer noch Reminiszenzen an die Referenzbands des Genres, aber für BURDEN spricht letztlich trotzdem schnellstmöglich eine eigene Identität kreieren zu wollen. Und das gelingt ihnen auch über weite Strecken eben schon sehr gut. Neben typischen BURDEN Songs wie den von der EP bekannten Tracks können die Jungs auch punkten wenn es mal etwas rockiger und weniger dreckig zugeht (’Done With Denial’). Auch dann hört man ebenso eine gewisse BURDEN Handschrift heraus wie bei reinen Doomkrachern des Kalibers ’Process (Into Nothing)’ der mit einer coolen Stimmung daher kommt und auch am Ende der Sieben Minuten noch interessant klingt. BURDEN geben ihrer Musik nämlich stets allerlei Genre ungewöhnliche Arrangements und Ideen anbei um ihre Grenzen etwas weiter zu stecken. Dabei Vermeiden sie aber das unkontrollierte Anhäufen von Songideen zu einer unfertig wirkenden Mixtur, sondern können mit einem guten Gespür für eingängigen, und Hook strotzendem Stoner/Doom Rock punkten.

Sicher, es ist noch nicht alles vollends Gold was glänzt, einige kleinere Durchhänger und unkreative Momente sind sicher auszumachen, aber das ist angesichts der gebotenen Gesamtleistung Jammern auf hohem Niveau. Da auch die Produktion schön erdig und rotzig klingt kann man „A Hole In The Shell“ ruhigen Gewissens jedem Liebhaber schwer rockender Stoner / Doom Klänge empfehlen.

Anspieltipps: Man Of No Account, The Fool, Done With Denial, Process (Into Nothing)

Fazit: Unterm Strich ein Geiles Debüt! – Kaufpflicht für Freunde des tonnenschweren Stoner/Doom Rock

 


 

sleaze-metal.com 8,5/10

Es rumort meine Freunde. Der deutsche Untergrund rumort und wütet. Nach Undertow, die sind für mich immer noch Untergrund, stellt sich nun die nächste Doom/Sludge/Stoner Walze an ihre Seite und rüttelt am Thron der arrivierten US Genrekings. Burden haben schon mit ihrer letzten EP aufhorchen lassen, aber ihr, eigentlich auch schon zweites, Album “A Hole In The Shell” drückt gewaltig und bügelt dem (in diesem Falle nun einmal männlichen) Hörer die Falten aus dem Sack. Das fiese “Bless The Broken” fällt den geneigten Fan mit gemeinster Crowbar Schlagseite an und wie die Kings of New Orleans schaffen es Burden die Urgewalt dieses Songs in melancholische Gesangslinien und knallharten Riffs zu verpacken, so dass die Verzweiflung der Stimme von Sänger Thorsten sich mit perfider Freude in deinen Synapsen festfrisst und sie wird dich während des gesamten Albums nicht mehr aus ihren Fängen lassen.

Auch wenn man in der Musik von Burden immer eine Verbeugung vor den Heroen erkennen kann, ob es nun Bands wie Down oder Crowbar sind, lasse ich mal dahingestellt, versuchen die Herren niemals in reines Kopistentum zu verfallen und man mag kaum glauben, dass Burden nicht aus den sumpfigen Gebieten der amerikanischen Südstaaten kommen. In den ruhigeren, mag man auch experimentell nennen, Parts, wie bei dem Song “About The Veil And The Wound”, weißt das Album schon einige Längen auf und hier und da, wie bei “The Slug, The Drag, The Misery”, klingt Sänger Thorsten ein wenig stark nach Phil Anselmo. Dies sind aber auch schon die einzigen Kritikpunkte die ich wirklich mit ganzem Herzen anbringen kann und, ganz ehrlich, sie sind minimal, denn jede Band hat das absolute Recht und die Freiheit zu experimentieren und zu der Musik von Burden passt der Gesangstil einfach perfekt.

Die von mir schon genannten, marginalen Schwächen von “A Hole In The Shell” werden aber von der Intensität der doomigen Stücke optimal eingefangen und der Hang des Quintetts um Gitarrero Saint D schöne Melodien in ihren Songs einzubauen, macht jeden Song zu einem Erlebnis, denn man erkennt die versteckte Schönheit, die Zerbrechlichkeit der Aufbauten erst, wenn man sich wirklich intensiv mit der Materie/Musik beschäftigt. Es wird sogar soliert, was wirklich gut gelingt und niemals aufdringlich oder selbstdarstellerisch wirkt. Anspieltipps zu geben fällt mir bei der emotionalen Dichte des Albums mehr als schwer und eigentlich möchte ich kein Lied aus dem Verbund reißen, aber mit “Bless The Broken” und dem abwechslungsreichen “The Fool” versuche ich es einfach mal.

Leute die immer auf der Suche nach Bands sind, die unverbraucht und ehrlich klingen, kommt nicht an Burden vorbei. Fans von Crowbar und Down auch nicht, außerdem ist dieses Album sowieso ein Pflichtkauf für alle die, die das letzte Undertow Album in der Sammlung haben. Also eigentlich genau das, was ein jeder braucht und auch haben MUSS. Es geht wirklich kein Weg an den Herren vorbei und ausreden gibt es auch keine.....Also?? Schon bestellt oder gekauft oder wenigstens vorgemerkt...denkt immer dran, ich weiß wo euer Haus wohnt und werde jeden bei der Band persönlich verpetzen.....

 


 

igelmetal.de (5/5)

Einflüsse der verschiedensten Genres sind bei den Nordrhein-Westfalen von Burden erkennbar. Am Deutlichsten sticht dabei die rockige Schlagseite heraus, von der der Weg zum der steinigen und sumpfigen Bereich nicht weit ist. Geschickt eingebaut sind jedoch auch doomige Nuancen (z.B. Black Room) und eine nicht zu unterschätzende metallische Kante, die sich durch das Werk zieht. So kompliziert das Ganze beschreibende auch klingt, die Musik von Burden rockt einfach mächtig und kommt ohne großartige Schnörkel aus und das erstmals in voller Albumlänge. Wollte man die Deutschen unbedingt mit einer anderen Band vergleichen, kämen wohl als erstes die Amerikaner von Down in den Sinn, an denen sich Burden spürbar orientieren, was nicht nur am Cover von „A hole in the shell“ zu erkennen ist.

Würde man nicht wissen, dass Burden deutschen Landen entstammen, hätte man diese Gruppe spontan in Amerika verortet, denn man schmeckt neben den Steinen auch eine deutliche Portion Sludge und Southern heraus. Ein Nachteil ist dies jedoch nicht, sondern ergänzt dieses Gebräu nur um eine weitere Zutat und würzt das Ganze passend. Die Produktion des Albums ist räudig genug um zur Musik zu passen, aber auch klar genug, um die Gitarrenarbeit und die feinen gesanglichen Facetten perfekt in Szene zu setzen. Trotz aller Vielfalt überrascht auf „A hole in the shell“ die immense Gitarrenarbeit, der beiden Guitar Heros Saint D und Marcus, die sich auf der vorherigen EP „Man of No Account“ nur erahnen ließ. Von der angesprochenen EP finden sich zwei Stück auch auf „A hole in the shell“, die sich perfekt in das Album einfügen.

Ausrutscher gibt es schlichtweg keine auf diesem Werk, das grandiose doomige Stück Black Room wird mit Bravour gemeistert und auch das melancholische Stück Conflict nimmt den Hörer auf Anhieb in seinen Bann. Sänger Thorsten passt seine Stimme auf dem gesamten Album perfekt der jeweiligen Stimmungslage an und zeigt gerade auf diesem Track den Facettenreichtum seiner Kunst, von verzweifelt bis beinahe aggressiv ist alles vorhanden. Der Hidden Track beschließt das Album mit einem ruhigen Akustikgeklampfe und sanftem, unter die Haut gehenden, Gesang von Thorsten – ein würdiger Abschluss eines großartigen Albums.

 


 

bleeding4metal.de (10/10)

Kann fetter, schwermetallischer Rock, der nach Südstaaten, schwülem Sommer, Moskitos und Harley schmeckt, aus Deutschland kommen? Die Antwort lautet: ja! Da bekommt das mittlerweile überstrapazierte -Yes, we can- nochmal eine ganz neue Bedeutung. Man hat das Gefühl, dass bei diesem Baby DOWN und CROWBAR Pate gestanden haben könnten. Die Stimmung dieser beiden Superbands einfangen zu können und dann daraus was Eigenes zu machen, ist schon an dieser Stelle ein Daumen hoch! wert.

Aber von vorne...Die Band wurde Ende 2006 von Gitarrist Saint D. und Drummer Dave gegründet. Von Anfang an konzentrierte man sich darauf, gute und ehrliche Songs zu schreiben, anstatt irgendwelchen Trends hinterher zu jagen. So wurden die ersten Jahre vor allem ins Songwriting und Proben investiert, um einen eigenen Mix aus Metal, Rock, Doom und Stoner zu finden. Ich würde sagen, dass dies definitiv die richtige Entscheidung war. Das wahre Kunststück ist vor allem, in der heutigen Musikszene seine Nische zu finden und eine gewisse Eigenständigkeit an den Tag zu legen. Von daher verwundert es nicht, dass dieses Debüt überall so begeistert aufgenommen wird.

Auch ich empfinde es als Wohltat mal nicht die 100. Scheibe hochtechnisierter Spielweisen nach dem Motto "Schneller, Härter, Seelenloser" zu hören, sondern einfach nur richtig geile Mucke. Abrocken, überrascht werden vom Songwriting, weil die Brücke oder der Refrain doch nicht so ist, wie man es anderswo schon gehört und daher erwartet hat, und einfach genießen können. Für mich persönlich strahlt die Musik von BURDEN eine gewisse Wärme und Reife aus. Etwas mit dem man sich wohl fühlt und zu dem man auch das 2. Bier noch zufrieden grinsend öffnen kann. Ein rundes Gesamtpaket und in jeder Hinsicht gelungenes Debüt.

Daher kann ich nur jedem ans Herz legen, diese Band und ihre Musik ins selbige zu lassen. Großartige Musik, die man so aus Deutschland garantiert noch nicht gehört hat.

Fazit: Für alle, die auf den Stil von DOWN, BLS oder CROWBAR stehen, ist diese CD als Pflichtkauf zu betrachten. Jede(r) andere kann sie ebenfalls bedenkenlos erwerben, es lohnt sich. Daher erstmalig hier bei B4M von meiner Seite begeisterte 10 Punkte.